Kirchenbeitrag

DIE EVANGELISCHE KIRCHE IN ÖSTERREICH informiert zur Kirchenbeitragsvorschreibung:

• Beitragspflichtig ist jeder Evangelische ohne Rücksicht auf seine Staatsangehörigkeit in jener Pfarrgemeinde, in der er in Österreich seinen Hauptwohnsitz oder seinen Wohnsitz hat.
In den Kirchenbeitrag kann eine Gemeindeumlage zusätzliche eingerechnet werden.
• Beitragsgrundlage zur Ermittlung des Kirchenbeitrages ist das Einkommen des dem Kirchenbeitragsjahr vorangegangenen Jahres, hilfsweise der nach bürgerlichem Recht zustehende Unterhaltsanspruch
und/oder der Lebensaufwand des vorangegangenen Jahres, oder
wenn ein Beitragspflichtiger erstmalig oder nach Unterbrechung veranlagt wird, das im Beitragsjahr erzielte Einkommen.
• Wenn die zur Ermittlung der Beitragsgrundlage erforderlichen Unterlagen nicht vorliegen, erfolgt die Vorschreibung aufgrund einer Schätzung.
• Ist nur ein Ehepartner Angehöriger der Evangelischen Kirche, gilt folgendes:
– Beziehen beide Ehepartner Einkünfte, entrichtet der evangelische Partner den Beitrag nach seinem Einkommen/Lebensaufwand.
– Ist der evangelische Ehepartner Alleinverdiener, ist sein Kirchenbeitrag um jenen Betrag zu vermindern, den der nichtevangelische Partner an seine Kirche (nur anerkannte Religionsgemeinschaften) leistet, höchstens jedoch um die Hälfte.
– Ist der evangelische Partner ohne oder ohne ausreichendes Einkommen, ist die Beitragsgrundlage der ihm gegenüber dem anderen Ehepartner zustehende Unterhaltsanspruch (in der Regel ein Drittel des Einkommens des nichtevangelischen Ehepartners), vermehrt um das eigene nichtausreichende Einkommen, bzw. sein Lebensaufwand. (Dabei ändert sich die Berechnungsformel, indem nur € 22,– abzuziehen sind.)

• Kinderermäßigung: Für jedes Kind, für das dem Beitragspflichtigen Kinderbeihilfe zusteht, wird der Kirchenbeitrag in der Weise ermäßigt, dass die Beitragsgrundlage für jedes Kind um jährlich € 1.380,- herabgesetzt wird.
• Für Alleinverdiener, die Anspruch auf den steuerlichen Alleinverdienerabsetzbetrag haben, wird die Beitragsgrundlage um jährlich € 960,- herabgesetzt. Dasselbe gilt für Alleinerhalter.
• Eine Ermäßigung des Kirchenbeitrages ist bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich. Dafür sind Einkommen und Sonderausgaben nachzuweisen.
• Sämtliche Zahlungen werden auf die jeweils älteste fällige Beitragsschuld angerechnet. Wenn Sie Ihren Kirchenbeitrag ausnahmsweise in Raten zahlen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre Kirchenbeitragsstelle, die Ihnen auch für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung steht.

Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Bescheid kann innerhalb von vier Wochen nach Zustellung schriftlich oder mündlich bei der unten genannten Kirchenbeitragsstelle berufen werden. Der Berufung kommt keine aufschiebende Wirkung zu. Die Berufung ist zu begründen.
Die Formel für den Kirchenbeitrag (KB)
1,5 % der Beitragsgrundlage abzüglich € 44,– (€ 22,–)

DANKE
für Ihre Einzahlung.
Den Zahlungsbeleg benötigen Sie, damit Sie gemäß Einkommensteuergesetz den Kirchenbeitrag als Sonderausgaben bei der Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen können.

Kirchenbeiträge sind derzeit bis jährlich 400 € als Sonderausgaben abzugsfähig.

Weitere Informationen unter www.evang.at/kirchen-beitrag.html

Weitere Auskünfte erhalten sie gerne bei unserer Kirchenbeitragsstelle, Pfarramt Dornbirn, Rosenstr.8 (T 05572 22056).

3.12.2010
Rechtsgrundlage für die Einhebung des Kirchenbeitrages:
Besonderes Kirchenrecht der Evangelischen Kirche in Österreich. Kirchenbeitrags- und Finanzausgleichsordnung, IV, § 11 und 12, Seite 13 und 14, Stand 8.2.2007.

Begriff „Einkommen“ nach Einkommensteuerrecht (EStG) für Arbeitnehmer und Pensionisten:
Bruttoeinkommen aus nichtselbständigen Einkünften (Summe der Gehälter, Pensionen usw.)
abzüglich:
– gesetzliche Sozialversicherung (Kranken-, Pensions-, Unfall-, Arbeitslosenversicherung).
– steuerfreie Bezüge (Überstundenzuschläge, Nachtschichtzulage, SEG-Zulagen usw.).
– Alleinverdiener-, Unterhaltsabsetzbetrag, Pendlerpauschale.
– Sonderzahlungen: Urlaubs- und Weihnachtsgeld (werden nach festen Steuersätzen berechnet)
Achtung: Sechstelgrenze.
– gesetzliche Abfertigung
– Sonderausgaben
– freiwillige Personenversicherungen wie: Kranken-, Lebensversicherung, Pensionsvorsorge.
– Kosten der Wohnraumbeschaffung, -Sanierung.
Achtung: begrenzte Beträge werden nur zu 1/4 und nur bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe anerkannt.
– Nachkauf von Pensionszeiten (Schulzeiten, Partnerzeiten) unbegrenzt.
– Spenden (z.B. an humanitäre Einrichtungen lt. Gesetz), Kirchenbeitrag.
– Werbungskosten (= Ausgaben bei zwingender betrieblicher Nutzung bzw. wenn nicht vom Arbeitgeber bezahlt, Beiträge an Interessenvertretungen).
– Arbeitskleidung, Arbeitsmittel, Aus- und Weiterbildung, Betriebsratsumlage, Gewerkschaftsbeitrag
– bei betrieblicher Nutzung ca. 60% der Kosten: Computereinrichtung, Internet.
– Außergewöhnliche Belastungen mit Selbstbehalt (erst ab einer einkommensabhängigen Betragshöhe):
– Krankheitskosten/Heilbehelfe (z.B. Zahnersatz, Brille, Medikamente usw.), Begräbniskosten (Achtung Erbe)
– Außergewöhnliche Belastungen ohne Abzug:
– auswärtiges Studium der Kinder (110,-/Monat, 1.320/Jahr)
– Kinderbetreuungskosten
– Kosten bei Behinderung (ab 25%)
– Katastrophenschäden.
Nicht zum steuerlichen Einkommen zählen:
– Beihilfen wie: Familienbeihilfe, Wohnungsbeihilfe, Wochengeld, Karenzurlaubsgeld, Pflegegeld und Ähnliches
-Vergütungen bei Dienstreisen (KM-Geld, Tages- und Nächtigungsgelder) bis zur gesetzlich festgelegten Höhe


Durch die Kürze der Darstellung kann naturgemäß nicht auf Begrenzungen, Bedingungen und sonstige Voraussetzungen eingegangen werden! Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Zusätzliche Informationen entnehmen sie bitte dem Steuerbuch 2010 des Bundesministeriums für Finanzen.
Weitere Auskünfte erteilt gerne unser Pfarramt und der Kirchenbeitragsbeauftragte.

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