Beerdigung

Lied - von guten Mächten
Dietrich Bonhoeffer
Herr Jesus Christus,
du hast uns Hoffnung geschenkt über Tod und Grab hinaus.
Du gibst uns Anteil an deinem Leben.
Wir bitten dich: Erhalte uns im Glauben bis an unser Ende.
Lass uns in Liebe verbunden bleiben mit allen, die uns vorangingen.
Lass ihnen und uns dein ewiges Licht leuchten.
Und stärke uns in der Erwartung der kommenden Herrlichkeit.
Amen.
Weitere Texte, Gebete und Informationen: http://www.trauernetz.de

Informationen zum Begräbnis
Es tut weh, einen Menschen zu verlieren, einander loszulassen und sich in diesem Leben endgültig voneinander verabschieden zu müssen.
Ganz gleich, ob der Tod unerwartet und plötzlich kommt, oder ob wir uns lange auf diesen Moment des Sterbens und Abschiednehmens einstellen konnten: immer braucht es doch Möglichkeiten, mit der Trauer so umzugehen, dass wir den Schmerz tragen können, ohne dass unser Leben völlig aus dem Lot gerät.
Trauer verändert uns. Sie schockiert, macht zornig, deprimiert, sie lässt uns spüren, wie sehr wir die geliebte Person vermissen.
Oft fehlen uns die Worte, die dazu helfen, in guter Weise Abschied zu nehmen. Um das Begräbnis vorzubereiten, führt der Pfarrer darum ein Gespräch mit den Angehörigen. Er fragt, was den Angehörigen wichtig ist, wenn sie Abschied nehmen und wie sie den Abschied gestalten möchten.
Normalerweise findet die Trauerfeier in der Kirche statt. Nach der Eröffnung wird ein Psalm gesprochen, es folgt ein Kyrie, ein Gebet und anschließend Lesungen aus der Heiligen Schrift. Nur selten wird auch ein Abendmahl gefeiert. Nach der Trauerrede schließt die Feier mit einem Fürbittengebet, Vater Unser und der Aussegnung des/der Verstorbenen (am Friedhof der dreimalige Erdwurf zum Abschied der/des Verstorbenen). Den Schlusspunkt setzt der aronitische Segen.
Die Feier wird in der Regel musikalisch umrahmt und gestaltet. Wenn die Angehörigen eigene MusikerInnen mitbringen, werden die Musikstücke besprochen. In der Kirche wird meist zur Orgel gesungen. Ein Gesangbuch finden Sie am Eingang zur Kirche.
Gerne können Angehörige auch selbst einen Teil des Trauergottesdienstes gestalten. Sie sollten das aber unbedingt mit dem Pfarrer (Mobiltelefon: 0699/18877059) besprechen.
Für das Trauergespräch ist es gut, den Lebenslauf Ihrer/Ihres Lieben in seinen wichtigsten Stationen zusammenzustellen. Vielleicht überlegen Sie auch, was Ihnen so besonders wichtig ist, dass es im Begräbnis unbedingt ausgesprochen werden sollte.
Für die Vorbereitung einer Traueranzeige zur Information Ihrer Verwandten und Bekannten helfen Ihnen vielleicht die Bibelstellen auf der Innenseite dieses Faltblattes.
Friede sei mit Ihnen – und der Trost, den die Liebe Gottes geben kann!
Ihr Pfarrer Michael Meyer

Bibelstellen zum Begräbnis
An verschiedenen Stellen in der Liturgie können biblische Texte verlesen werden. Wenn dies frühzeitig bekannt ist, kann ein solches Wort auch auf die Traueranzeige oder die Trauerkarten gedruckt werden. Dabei kann man auf den Konfirmationsspruch des bzw. der Verstorbenen oder auf den Trauspruch zurückgreifen – soweit diese noch auffindbar sind und im Leben Bedeutung fanden.
Hier können Sie eine kleine Liste von Bibelversen nachlesen, die im Gottesdienst Bedeutung gewinnen können: Alle Angaben folgen demselben Schema: Zunächst wird nach der Bezeichnung des Buches die Kapitelzahl bzw. bei Psalmen die Nummer des Psalms genannt. Mit Komma getrennt folgt die Nummer des Verses.

  • Bewahre mich Gott, denn ich traue auf dich. Ich weiß von keinem Gut außer dir. Denn du wirst mich nicht dem Tod überlassen. Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. (Psalm 16, 1.2b.10a.11)
  • Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm 23,1)
  • Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir. (Psalm 23,4)
  • Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. (Psalm 46,2)
  • Herr, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen! Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald! (Psalm 102,2.3)
  • Der Mensch, von einer Frau geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, geht auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. (Hiob 14,1.2)
  • So spricht Gott, der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1)
  • Jesus Christus spricht: Selig sind, die Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. (Matthäus 5,4)
  • Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet. (Matthäus 7,1)
  • Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, ob er gleich stürbe. (Johannes 11,25)
  • Christus spricht: Ich lebe, und ihr werdet auch leben. (Johannes 14,19)
  • In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden. (Johannes 16,33)
  • Jesus Christus spricht: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. (2.Korinther 12,9)
  • Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Römer 8,38.39)
  • Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. (1. Korinther 15,42-43)
  • Die Liebe höret nimmer auf. (1. Korinther 13,8)
  • Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (2. Korinther 1,3-7)
  • Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.(2. Timotheus 1,10)
  • Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die Zukünftige suchen wir. (Hebräer 13,14)
  • All eure Sorgen werfet auf Christus; denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5,7)
  • Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. (Offenbarung 2,11)

Gebet und Bibelstellen zitiert nach: http://www.bayern-evangelisch.de/

Organisatorische Fragen
Wenn Sie ein Begräbnis anmelden möchten, melden Sie sich bitte im Pfarramt (Tel. 05572/22056) und bei Pfarrer Michael Meyer (Tel.: 069918877059). Klären Sie bitte unverzüglich den Termin des Begräbnisses und des Trauergespräches. Ihr Beerdigungsinstitut übernimmt für Sie dann die schriftliche Meldung des Todesfalles an das Pfarramt.

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