St. Petersburg


Fotos: Michael Meyer und Natalia Kleist

Am 2. Mai 2017 gab es in der Heilandskirche einen interessanten Vortrag über die Geschichte der Evangelisch-lutherischen Kirche im Stadtzentrum von St. Petersburg. Diese Kirche konnte gebaut werden, weil Zar Peter II. der immer größer werdenden deutschstämmigen evangelischen Gemeinde das Grundstück am Newski Prospekt 1727 schenkte. Anstelle einer früheren kleinen Kirche wurde am 29. Juni 1728 der Grundstein der Peter-und-Paul-Kirche gelegt. Sie hat eine wechselvolle Geschichte erlebt, denn nach ihrer Säkularisierung durch die Sowjets wurde sie als Schimmbad verwendet, bis sie nach dem Ende der Sowjetunion der evangelischen Gemeinde wieder zurückgegeben wurde. „Am Reformationstag 1992 konnte die Petrikirche wiedereröffnet werden und im Juni 1993 der neugebildeten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS) übergeben werden. Eine umfangreiche Sanierung war notwendig, bis sie schließlich am 16. September 1997 durch Bischof Georg Kretschmar wieder geweiht wurde.“ © https://de.wikipedia.org/wiki/Sankt-Petri-Kirche_(Sankt_Petersburg)
Die heute Gemeinde umfasst nur ca. 440 Gemeindeglieder, aber sie hat eine breite Unterstützung von den 1,7 Millionen (!) ausgewanderten Russlanddeutschen, die früher in großer Zahl zu dieser Gemeinde gehörten, und in jedem Fall von ihr wissen.
In einem wunderschönem musikalischen Rahmen wurde die Veranstaltung eröffnet mit Tschaikowskis „Schwanensee“ durch das Familientrio Szinak mit Csenge (Cello), Lila (Querflöte), Bence (Geige). Sie begleiteten die begeisterten Hörer*innen durch den abwechslungsreichen Abend, der zuletzt bei Apero und Tee vom Samowar im Gemeindesaal in gemütlicher Athmosphäre geschlossen wurde. Wir danken allen, die diesen Abend möglich gemacht haben – insbesondere Ksenia Klyukina und dem Trio der Familie Sinak, sowie der Organisation und Vorbereitung durch Natalia Kleist (Öffentlichkeitsarbeit) und Inge Hilbe (exquisite Kulinaritäten).
Michael Meyer (Pfarrer)