Ixcanul

Guatemala
In Zusammenhang mit unserem Projekt in Chajabal/Guatemala hat eine kleine Gruppe am 6. Oktober diesen Film im Filmclub Dornbirn, Cinema 2000,
besucht:
Guatemala, Frankreich 2015, 90 Min, Scope, Indiosprache, OmU. Regie: Jayro Bustamente;
Mit dem Silbernen Bären von Berlin 2015 ausgezeichnetes Drama über die 17jg. indigene Maria, welche eine mögliche Emigration in das scheinbare Traumland USA einer sicheren Zukunft mit einem Vorarbeiter vorzieht.
Maria lebt mit ihren Eltern auf einer Kaffeeplantage. Sie soll mit dem Vorarbeiter der Farm verheiratet werden, damit wäre sie finanziell abgesichert und ihre Familie hätte weiterhin Arbeit. Doch sie träumt vom Land hinter dem großen Berg, einem aktiven Vulkan und weiter hinter Mexiko: den USA. Da ein Kaffeepflücker auf der Plantage dorthin gehen will, verführt sie ihn, obwohl er oft besoffen ist. Sie wird von ihm schwanger und bringt so die ganze Familie in arge Schwierigkeiten. Sie erliegt dem Aberglauben, Schwangere könnten giftige Schlangen vertreiben. Die Indios sprechen die Amtssprache Spanisch nicht und die Behörden und Krankenhäuser sind wenig hilfreich, man braucht Übersetzer, die oft bewusst falsch übersetzen, eine perfide Methode der Unterdrückung. Man weiß, dass die „Neger“ in den USA schlecht behandelt werden, doch den Latinos und Indios könnte es etwas besser gehen.

Aus der Gedankenwelt der Kakchiquel¬Mayas entwickelter Film über Illusionen von einem besseren Leben in einem anderen Land. (Südwind Preis beim IFFI 2016)ixcanul_02k

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