Heilig Abend in der Heilandskirche

 

Die Christvesper am 24.12. 2016 in der Heilandskirche in Dornbirn wird uns diesmal in besonders guter Erinnerung bleiben. In einem besonders schön gelungenen Krippenspiel inszenierte Stefan Buschauer mit 10 Kindern und Jugendlichen in diesem Jahr das Stück „Ein Engel für Tobias“. Der pubertierende Bursche Tobias glaubt längst nicht mehr an Engel und „solche Sachen für kleine Mädchen“. Er nervt seine kleine Schwester und rauft sich mit den Buben. Da bekommt er überraschend Besuch von seinem Schutzengel, der ihn auf eine Zeitreise nach Bethlehem mitnimmt und er findet heraus, wie hart und ungerecht die Verhältnisse seiner Zeit waren. Aber das Kind in der Krippe zeigt allen die Liebe Gottes an und es macht stark auf eine ganz neue, besondere Art. Nicht die harte Faust, sondern Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe sind wirklich stark. Am Ende zurückgekehrt von den Hirtenfeldern und dem Besuch an der Krippe, verlässt der Schutzengel wieder Tobias. Aber Tobias wird nun selbst zum „Engel“ und beschließt es in Zukunft anders zu machen, damit es gerecht und friedlicher zugeht.


Zu danken ist Samira Meyer (Schutzengel) und Maximilian Wagner (Bursche) in den Hauptrollen, sowie Emelie Denz (Maria), Linda Krohmer (Mutter), Eva Krohmer (Erzählerin, Joseph), Florian Siegers (Beleuchtung), Maximilian Siegers (Hirte), Valerya Staich (Hirtin), Maria Schwarz (Weihnachtsengel), Xaver Wagner (Hirte) und der jüngsten Hirtin: Chantalle.
Die Kinder haben allen einen wunderschönen Weihnachtsabend beschert, an dem sich die Kirche mit ca. 60 Kindern und 160 Erwachsenen bis auf den allerletzten Platz füllte. Durch die hervorragende Regie Stefan Buschauers, die ausgezeichnet einstudierten Rollen und Auftritte der Kinder, die hervorragende Ausleuchtung der Szenen (Florian Siegers), die stimmungsvollen Lieder und Texte wurde die weihnachtliche Botschaft, die Jesus gerade bei den Armen, Schwachen und Ausgegrenzten findet, in ergreifender Weise spürbar. Dazu brannte das Licht des Friedens aus Bethlehem, das die Pfadfinder gebracht hatten.
Pfarrer Meyer, der die Christvesper moderierte, rief in seiner Weihnachtsbotschaft dazu auf, der Botschaft der Engel zu folgen und sich in dem Engagement für Frieden und Gerechtigkeit mit Einheimischen und Fremden vor Ort zu vernetzen. Wir danken allen, die miteinander eine Weihnachtskollekte für das Projekt einer indigenen Schule von Maja-Indios in Guatemala/Chajabal zusammenlegten, mit der wieder muttersprachlicher Unterricht in einer der ärmsten Regionen der Welt, sowie ein Jugendprojekt in Medellin/Kolumbien gefördert wird.
Anschließend bot die Gemeinde erstmals mit der neuen Gemeindepädagogin Doris Vanselow, einen Abend für einsame Menschen an. Unter dem Motto: „Gemeinsam statt einsam“ wurde gekocht, gebacken gesungen, gespielt und gefeiert. Anschließend spielten die BläserInnen für die Christmette auf, die um 22:30 Uhr mit Texten zu dieser „traumhaften Nacht“ den Abend besinnlich beschloss. (Michael Meyer)

 

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